HEID ONLINE NEWS
14.05.01
Aus der Traum
Im Halbfinale um die Süddeutsche gegen die Sachsen aus Delitzsch ausgeschieden
Delitzsch/Regensburg.
Die männliche A-Jugend der SG Regensburg hat es nicht geschafft, in das Finale
um die Süddeutsche Meisterschaft einzuziehen. Nach einer hohen 21:14-Niederlage
am letzten Wochenende in Delitzsch waren die Regensburger Flaggen schon
frühzeitig auf Halbmast gesetzt. Allerdings wurde es beim Rückspiel am letzten
Samstag unerwarted nocheinmal spannend, als der Bayerische Meister nach einer
13:6 Führung auf dem besten Weg war, den hypnotisierten Sachsenmeister doch
noch in die Knie zu zwingen. Doch das Glück war den Regensburgern dieses Mal
nicht hold. Letzten Endes mußte man dem eigenen Powerplay Tribut zahlen. Zwar
reichte es trotz körperlicher Erschöpfung in der vor Hitze brodelnden
Kerschensteiner Halle zu einem 18:16 Sieg, doch die ohne ihre Nationalspieler angetretenen
Delitzscher zogen insgesamt hochverdient in das Finale um die Süddeutsche
Meisterschaft ein. Trotzdem darf
Regensburg stolz auf diese Mannschaft sein. So schnell wird sich das Ganze wohl
nicht mehr wiederholen. Der Nachwuchs steht zwar bereit, doch muß er zunächst
in die Trikots wachsen.

Die einen gehen, die anderen kommen: Was wird
aus ihnen werden?
01.04.01
SG A-Jugend Bayerischer Meister
Hartumkämpftes 21:21 im Rückspiel gegen den TSV Friedberg reicht
Friedberg.
Die männliche A-Jugend der SG Regensburg ist Bayerischer Meister im
Hallenhandball 2001. In einem kampfbetonten, teilweise vom TSV Friedberg brutal
geführten Spiel, rang man diesem durch
ein Tor in letzter Sekunde ein Remis ab. Aufgrund des Heimspielerfolges vor
einer Woche behielt man die Nase vorne. Die SG ist damit für die Süddeutsche
Meisterschaft qualifiziert. Ein Freilos in der ersten Runde beschert den
Glücklichen bereits das Halbfinale, in dem sie Anfang Mai auf den Vertreter
Südbadens oder Sachsen treffen.
Der Spielverlauf war nahezu identisch mit dem
des Hinspiels vor einer Woche. Schnell war die SG mit drei Toren im Rückstand.
Allerdings fiel der erste SG-Treffer dieses Mal schon nach zehn Minuten und der
Torabstand wurde niemals mehr als vier Tore: 8:12 bei Halbzeit. Der SG gelang
es auch immer wieder bis auf ein Tor heranzukommen, um sich postwendend wieder
zwei Gegentore einzuhandeln. „Ich hatte den Eindruck, sie wollten einfach nicht
in Führung gehen!“ resümierte Trainer Hans Moser nach dem Spiel. Wie die
Mannschaft aber in den prekärsten Lagen immer an sich glaubte, nie aufgab und
sich entschloßen durch gemeinsames Ziehen am gemeinsam Haarschopf aus dem
Friedberger Sumpf zog, verdient größte Bewunderung. So wurde im letzten
Spielviertel endlich der Gleichstand zum 18:18 geschafft.
Aber dieses
Spiels wäre nicht dieses Spiels gewesen, wenn die Friedberger nicht sofort wieder
um zwei Tore davonzögen. 50 Sekunden vor Schluß 21:19. Aber wiederum wäre
dieses Spieles nicht dieses Spiel gewesen, wenn die Regensburger sich schon
aufgegeben hätten. So verkürzten sie just in diesem Moment auf 21:20. Dieser
Spielstand hätte den Friedbergern zum Gewinn der Meisterschaft gereicht.
Manch treuer
SG-Schlachtenbummler hatte sich schon mit dem bitteren Los der Niederlage
abgefunden und litt fürchterlich unter den hämischen Siegesgesängen eines Teils
der Friedberger Fangemeinde. Dieser wollte offenbar nicht so sehr den zu
erwartenden Erfolg ihrer Mannschaft feiern als vielmehr den sportlichen Gegner
durch rüpelhafte, unter die Gürtellinie gehende Beleidigungen erniedrigen.
Im Gegensatz
dazu gaben sich die SG-Spieler noch lange nicht auf. Man ging zum Spiel
Mann-gegen-Mann über, erzwang einen technischen Fehler bei einem
nervenschwachen Friedberger, der sich exakt zwei Sekunden vor Schluß nur mit
einem Foul am halblinken Kreis gegen den drohenden Ballverlust wehren konnte.
Genau mit dem Ablauf der regulären Spielzeit pfiffen die Schiedrichter Freiwurf
für die Regensburger.
Ein
Fall für Steve Müller! Zunächst eine eingehende Regeldiskussion mit den
Schiedsrichtern, was jetzt noch möglich sei! Die Friedberger stellen scheinbar
gelassen ihre Mauer auf, recken ihre Hände hoch. Steve wirft, der Ball bleibt
in der Mauer hängen. Ein wild gestikulierender Schiedrichter, der wahrscheinlich
anzeigen will, daß das Spiel vor dem Freiwurf erst angepfiffen werden werden
muß, aber von den Zuschauern mißverstanden wird, als wäre das Spiel zu Ende:
verfrühter Jubel bei den Friedbergern!
Als nach
geraumer Zeit allen klar wird, daß das Spiel noch nicht vorbei ist, und letzten Endes die Schiedsrichter sein Ende
bestimmen, schreitet man zur Wiederholung des Freiwurfes. Der Schiedsrichter
pfeift und Steve trifft durch eine nicht rational erklärbare Lücke in der
Friedberger Mauer am verdutzten Friedberger Nationaltorwart vorbei ins lange
Eck zum 21:21 : Jubel bei den Regensburgern. Wer zuletzt jubelt, jubelt am
schönsten! (weitere Jubelbilder)
24.03.01
Handball-Krimi
SG siegt 22:21 im ersten Finalspiel gegen den TSV Friedberg
Regensburg. Vor einer für den Regensburger Handball
nicht alltäglichen Zuschauerkulisse setzte sich die SG nach spannendem und
harten Kampf am Samstagabend mit 22:21 im Hinspiel zur Bayerischen A-Jugend
Meisterschaft gegen den TSV Friedberg durch. Dabei sah es lange Zeit nicht gut
aus für die Regensburger: Hatten doch ausgerechnet heute einige Leistungsträger
einen rabenschwarzen Tag erwischt und überboten sich im Auslassen von
Torchancen, Anhäufen von Fehlpässen und technischen Fehlern aller Art. Recht
viel schlechter ging es nicht mehr.
Das
behaupteten die zahlreichen Friedberger Schlachtenbummler allerdings auch von
ihrer Mannschaft. Dann können wir uns wohl in einer Woche bei hoffentlich zwei
Mannschaften in Normalform nicht nur an einem verbissenen Kampf, sondern auch
an einigen technischen Schmankerln erfreuen.
Bis zum
ersten Treffer der Regensburger zum 1:4 vergingen elf Minuten.Bis dahin hatten
Mobscha und insbesondere Linksaussen Goldbach mit seiner über das ganze Spiel
andauernden Ladehemmung mehrmals freistehend gegen den hervorragenden
Friedberger Torsteher vergeben, während Sebastian Schindler in der
Rechtsaussenverteidigung keine Einstellung zu seinem Gegenüber fand und
immerwieder debütiert wurde. In der Folgezeit wollte man mit Gewalt den
Anschluß schaffen. Doch die Friedberger hatten die einstudierten Regensburger
Spielzüge anhand ihrer zahlreichen Videoaufzeichnungen gut analysiert, und der
Schuss ging nach Hinten los. So rannte sich die SG immer wieder an der Abwehr
fest oder war aufgrund von angezeigtem Zeitspiel zu Notwürfen mit geringen
Erfolgsaussichten gezwungen. Über schnelle Konter bauten die Friedberger ihren
Vorsprung bis kurz vor der ersten Halbzeit auf 13:8 aus. Doch Kampfgeist kann
man der SG nicht absprechen, und sie verkürzte bis zum Pausenpfiff auf 13:10.
Hier taten sich Steve Müller und insbesondere Obstmeier hervor, während die
Außen Goldbach und Stolpmann im Angriff Totalausfälle waren.
Beide
Mannschaften vergaben während der ersten Halbzeit zahlreiche 7m-Möglichkeiten.
Die zweite
Halbzeit begann so wie die erste Halbzeit geendet hatte. Jetzt stand die
Regensburger Abwehr. Auch Torhüter Yogi Meister lief zu guter Form auf. Auf der
anderen Seite bauten die Friedberger konditionel ab. Dies führte zum 13:13
Gleichstand in der 41.Minute. Der Kampf wogte nun mit wechselnder Führung hin
und her, bis schließlich die SG sogar auf 19:16 davonziehen konnte. Meichel
fand in dieser Phase zur Normalform. Man hätte jetzt den Kampf um die
Bayerische Meisterschaft frühzeitig entscheiden können. Die Friedberger waren
reif für den Abschuss. Stattdessen vergab der inzwischen auf Linksaussen
spielende Andreas Eder eine Fülle glasklarster Chancen, die im Gegenzug in
Friedberger Toren mündeten. So waren am Schluss wohl beide Mannschaften mit dem
22:21 zufrieden.
Rechtsaußen
Stolpmann erlitt einen Muskelfaserriß. Sein Einsatz am kommenden Wochenende ist
fraglich.
Die Friedberger
Mannschaft ist nicht so stark wie angenommen. Einer Regensburger Mannschaft in
Normalform kann diese immer schlagen, auch im zu erwartenden Friedberger
Hexenkassel am kommenden Wochenende. Die Chancen auf den Gewinn der Bayerischen
Meisterschaft sind trotz des knappen Ergebnises, aufgrund der Art und Weise wie
es erzielt wurde, eher gestiegen als gesunken.
19.03.01
Im Finale
Ohne Probleme zwei Siege gegen den Post SV München
München/Regensburg. Mit zwei Siegen qualifizierte sich die männl. A-Jugend für das Finale
um die Bayerische Meisterschaft. Die Regensburger waren den Münchnern in allen
Belangen überlegen. Nach dem 25:14 Sieg
am Samstag in München war bereits alles klar. Das Rückspiel am Sonntag endete
24:20 und war nur noch Formsache. Obwohl die Mannschaft sich bemühte, die
zahlreich erschienen Zuschauer nicht zu enttäuschen, fehlte doch der letzte
Kick. Mit Sicherheit wird sich dieser wie schon in den vergangenen Jahren beim
Kampf um die Meisterschaft gegen den SV Friedberg einstellen. Die Friedberger
setzten sich gegen Coburg durch.
Die Firmen Juwelier
Winkler und Mario Basler Prosport
belohnten der herausragenden sportliche
Erfolg durch eine Trikotspende. Das Bild zeigt das erfolgreiche Team mit
den Sponsoren bei den Vorbereitungen zum Pressefoto.

03.03.01
Hochmut kommt vor dem Fall
Coburg straft Arroganz mit 22:26 und SG wird trotzdem Meister
Regensburg. Mit einer 22:26 Niederlage gegen Coburg
gewann die männl. A-Jugend die Nordbayerische Meisterschaft aufgrund der
Punktgleichheitsregel, die die Regensburger nach Ende der regulären Spiele
gegenüber den Coburgern und Forchheimern vorne sieht. Man sollte sich daher
nicht so sehr über den Titel an sich freuen, als vielmehr an der Tatsache, daß
die Überkreuzspiele zur Bayerischen Meisterschaft zunächst den vermeintlich
schwächeren Zweiten der Südstaffel, den Post SV München oder den SV Laim, liefern. Coburg trifft als Zweiter der
Nordstaffel auf den Ersten der Südstaffel, den SV Friedberg. Hart, aber
ungerecht: Forchheim, dem die SG letzten Endes den Titel zu verdanken hat, geht
leer aus.
Die
Regensburger begannen da, wo sie letztes Wochenende in Forchheim aufgehört
hatten: mit einem Concerto furioso. Schnell führte man 2:0. Der vorübergehende
2:2 Ausgleich wurde als kleiner Schönheitsfehler abgetan, da man schnell wieder
auf 4:2 davonziehen konnte. Die Schlachtenbummler beschwärmten das Spiel ihrer
Jungen und dichteten die ersten Heldenepen ala „Das sieht man nicht einmal in
der Bundesliga ...“. Die Verehrten bedankten sich mit immer eleganteren, aber
auch riskanteren Kombinationen. Aber eines vergaß sie: am Schluß gewinnt der,
der die meisten Tore erzielt.
Da waren die
Coburger von anderem Holz. Während sich die Regensburger in schönem Spiel
ergötzten, schloßen sie geradlinig und einfach ihre Angriffe mit Toren ab. Und ehe man sich versah, hatten
die Coburger nicht nur ausgeglichen, sondern bis zur zwanigsten Minute einen
vier Tore herausgespielt, den sie über ein 9:14 bis zum Schluß mit 22:26
hielten. Regensburgs Schönspielerschwan Sebastian Schindler starb nun seinen
Heldentod und bewegte sich für den Rest der Begegnung nur noch als blutloser
Zombie auf der Spielfläche. Von Meichel war erst wieder bei der Übergabe des
Meisterschaftswimpels (Bild) etwas zu sehen.Bald taten es ihnen ihre Mitspieler
gleich. Ausnahmen waren nur Steve Müller und Andreas Eder, die sich nicht durch
das Homberger Schießen ihrer Kollegen entmutigen ließen und immer wieder
versuchten, das Spiel über den Kampf zuwenden.
Auffallend
schwach das Krisenmanagement auf der Regensburger Trainerbank! Ohne Konzept,
als ob man niemals in eine solche Situation hätte geraden können! Ohne festen
Willen, an dem offensichtlich nichtlaufendem System etwas zu ändern! Dabei gibt
es durchaus Alternativen. Sebastian Heid hatte trotz verletzungs- und
krankheitsbedingtem Trainingsrückstand und mangelnder Spielpraxis in Forchheim
gezeigt, daß er nicht nur ein guter Ersatz, sondern eine gleichwertige
Alternative zu Jürgen Meister ist. Umso unverständlicher der späte
Torwartwechsel erst am Ende der ersten Halbzeit: denn bereits nach zehn Minuten
war klar, daß der über die ganze Saison Klasse haltende Jürgen zwar keinen
schlechten, aber leider glücklosen Tag erwischt zu haben schien und eine
mentale Pause dringend gebrauchen könnte. Umso unverständlicher, daß Jürgen zur
zweiten Halbzeit wieder im Tor stand, obwohl Sebastian in den sieben Minuten,
in denen er in der ersten Halbzeit im Tor war, gerade ein Tor hinnehmen mußte.
Umso unverständlicher, daß es wieder bis zehn Minuten vor Schluß dauerte, bis
endlich auch der Trainer einsah, daß Sebastian nicht viel mehr Pech bei seinen
Torwartaktionen haben könne. Auch Benno Schierling zeigte bei seinen viel zu
kurzen Einsätzen, daß er manchem sogenannten festgesetzten Spieler der ersten
Reihe Paroli bieten kann. Warum bekommt Oliver Vogler nicht einmal wieder eine
Chance?
Aber was soll’s? Letzten Endes
steht man genau da, wo man hin wollte. Und man sollte sowieso nur positiv
denken: Die SG-ler lernen aus den letzten 50-Minuten des Spiels, wozu Übermut
schnell führen kann, und schließen in Zukunft an die Leistung aus den ersten
zehn Minuten und den beiden letzten Spielen an. Dann darf sich jeder Gegner
warm anziehen.
24.02.01
SG männl. A-Jugend Nordbayerischer Meister?
Durch 20:29 gegen Forchheim für die Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft qualifiziert
Forchheim. Durch ein souverän herausgespieltes 20:29 gegen den Tabellenzweiten
VfB Forchheim sicherte sich die männl. A-Jugend mit großer Wahrscheinlichkeit
den Titel des Nordbayerischen Meisters und in jedem Fall die Teilnahme an der
Finalrunde zur Bayerischen Meisterschaft. Daran würde auch eine Niederlage im
letzten Saisonspiel gegen Coburg und ein Sieg von Forchheim gegen Gerolzhofen
sowie die daraus resultierende Punktgleichheit mit Coburg und Forchheim nichts
mehr ändern. Der direkte Vergleich sieht die Regensburger auf jeden Fall in
Front. Anstelle von Forchheim nimmt dann allerdings Coburg an den Finalspielen
teil und die Forchheimer müßen den bereits für Samstag kaltgestellten Sekt wohl
endgültig wegschütten. Die Regensburger könnten die Meisterschaft nur bei einer
Forchheimer Niederlage und einer gleichzeiteigen eigenen Niederlage mit mehr
als drei Toren an Coburg verlieren. Doch wer glaubt schon daran?
„Wo ist
Trainer Moser?“ fragte sich die kleine, aber feine Schar von drei
Schlachtenbummlern. Schnell verbreitete sich das Gerücht, daß der Hans
überraschend nocheinmal Vater geworden sei, und wie manch andere SG-Trainer, an
der Taufe seiner Tochter teilnehmen müsse, statt seine Mannschaft bei einem
wichtigen Spiel zum Sieg zu führen. Helmut Meichel stellte aber schnell klar,
daß es sich dabei um einen Faschingsscherz handelt. Allerdings sei der Trainer
tatsächlich beruflich verhindert, und er werde heute die Mannschaft
verantwortlich betreuen. Und das hat er gut gemacht. Glücklich derjenige, der
einen getreuen Helfer hat.
Die SG
erwischte einen Blitzstart und führte bereits nach knapp zwei Minuten mit drei
Toren. In der Folgezeit führten schöne Spielzüge regelmäßig zu Torerfolgen.
Riskante Anspiele führten aber immer wieder zu Ballverlusten, die den
Forchheimern erfolgreiche Kontergegenstöße meist über ihren schnellen
Rechtsaußen ermöglichten. Der Vorsprung wurde erst am Ende der ersten Halbzeit
größer, als die Franken den Regensburger Spielzauber nur mit Fouls unterbinden
konnten. Kapitän Meichel verwandelte die von den guten Zweitliga-Schiedrichtern
konsequent gepfiffenen Siebenmeter sicher. So stand es zur Halbzeit 14:9.
Die
Forchheimer gaben sich aber noch lange nicht auf. So brannten sie zu Beginn der
zweiten Hälfte ein Feuerwerk auf das von Sebastian Heid gehütete Tor ab. Nach dem
er schon in der ersten Halbzeit einen Siebenmeter abgewehrt hatte, brachte er
durch eine Folge von tollen Paraden den Forchheimer Angriffssturm zu erliegen
und ermöglichte seiner Mannschaft eine Ausweitung des Vorsprungs.
Kritisch wurde es nocheinmal als die
Regensburger nach mehreren Zeitstrafen teilweise mit zwei Mann in Unterzahl
spielen mußten. So verkürzte sich der Vorsprung nocheinmal auf vier Tore. Jetzt
zeigte Steve Müller Charakter indem er wiederholt den brachialen Durchbruch
durch die gegnerische Abwehr nicht nur mit scharfem, sondern auch zielgenauem
Wurf erfolgreich abschließen konnte. Nur wiederholtes Foulspiel konnte ihn
stoppen und plötzlich stand Forchheim mit nur noch drei Spielern auf dem Platz.
So fand man
über den Kampf wieder zur spielerischen Linie. Linksaußen Berni Goldbach wurde
immer wieder frei gespielt. Der sichere Abschluß in jeder Situation und Lage
ist gerade sein Qualitätszeichen, und nach drei Treffern in Folge war der Sack
zu. Sebastian Schindler fügte seiner erfolgreichen Regie noch ein paar Tore
hinzu und brachte den 20:29 Sieg unter Dach und Fach.
17.02.01
Gut erholt
SG männl. A-Jugend wahrt Chance auf Nordbayerische Meisterschaft
Regensburg. Gut erholt zeigte sich die A-Jugend von ihrer
ersten Saisonniederlage gegen Gerolzhofen und landete gegen die harmlosen HG
Kunstadt einen ungefährdeten 26:16 Sieg. Die Chance auf den Gewinn der
Nordbayerischen Meisterschaft und zur Teilnahme an den Finalspielen zur
Bayersichen Meisterschaft bleibt für die Regensburger gewahrt, während sie die Kunstädter wohl endgültig abschreiben
müssen.
Einer guten
ersten Halbzeit, der Mobscha mit drei in Folge brilliant herausgespielten Toren
vom Kreiszentrum die Krone aufsetzte, stand eine zweite Hälfte mit einer
wiederum erbärmlichen Chancenauswertung gegenüber. Man schaffte es tatsächlich,
zehn Angriffe in Serie mit nur einem Treffer abzuschließen. Jammerschade in
Anbetracht einer Tabellensituation, bei der am Ende die Tordifferenz
entscheiden könnte!
Während der Erfolg über die Kreismitte auch von den Flügeln Stolpmann
und insbesondere Goldbach immer wieder gesucht und gefunden wurde (siehe Foto),
ließ die Durchschlagskraft des Rückraums zu wünschen übrig. Meichel sah wohl
seine Hauptaufgabe darin, zusammen mit Schindler den Kreis in Szene zu setzen.
Eder und Müller spielten in der Abwehr gewohnt stark, konnten aber mit ihren
Würfen aus der zweiten Reihe gemessen an ihren Möglichkeiten keine
überzeugenden Akzente setzen. Insbesondere von einem Mann mit der Wurfgewalt
eines Steve Müller darf man hinsichtlich der Zielgenauigkeit mehr erwarten.
Hier liegt noch entscheidendes Potential zur erfolgreichen Bewältigung der
anstehen Aufgaben begraben.
Schon beim nächsten Spiel gegen die wohl stärkste körperliche Mannschaft der Liga, dem VfB Forchheim, kann dies die Vorentscheidung um die Nordbayerische Meisterschaft bringen. In jedem Fall wird man sich eine Viertelstunde Leerlauf in der gegnerischen Halle nicht leisten können. Aber gerade die Fähigkeit im Moment des Gefordertseins eine Vielzahl von spielerischen Varianten zuverlässig und unberechenbar einsetzen zu können, zeichnet die SG’ler aus und läßt selbstbewußt in die Zukunft blicken.
18.11.2000
Sieg im Spitzenspiel
SG männl. A-Jugend ist Halbzeitmeister der Bayernliga Nord
Coburg. Im
Spitzenspiel der männl. A-Jugend Bayernliga Nord besiegte der Nachwuchs der SG
Regensburg die HSG Coburg vor einer tollen Zuschauerkulisse mit 20:23 und ist
damit inoffzieller Halbzeitmeister. Im ersten Punktspiel unter dem neuen alten
Trainer Moser ließ die Mannschaft erahnen, welches spielerische Potential in
ihr steckt. Allerdings zeigten leichtsinnige Abspielfehler in der eigenen
Hälfte und das massenhafte Versieben höchstkarätiger Chancen, wo der Trainer in
den nächsten Wochen den Hebel ansetzen muß.
Man hatte die HSG Coburg stärker eingeschätzt. Umso überraschender war, daß die SG schon nach wenigen Minuten mit vier Toren Abstand führte. Sebastian Schindler führte Regie und seine Mitspieler tanzten. Mit blitzsauberen Handballschach brachte die SG ein-um-das-andere-Mal einen Angreifer frei vor das gegnerische Tor, der mit ebensolcher Sicherheit den Ball nicht im Tor unterbringen konnte. So kam man bei Halbzeit über ein in Anbetracht der Chancen mageres 11:7 nicht hinaus.
Dieser Trend stetze sich nach der Pause fort. Man baute die Coburger auf, und obwohl die Zuschauer das Gefühl hatten, die SG könne das Spiel niemals verlieren, führte plötzlich die HSG Coburg Mitte der zweiten Halbzeit mit 16:15. Mit der Führung des Gegners ging ein Ruck durch die Regensburger, und ein Bißchen mehr Konzentration in Abwehr und Abschluß resultierte schnell wieder in einem Drei-Tore-Abstand. Auch drei Zeitstrafen gegen die SG-ler in der Schlußminute konnten den 20:23 Sieg nicht mehr gefährden.